Wenn ich mal groß bin


Es ist immer das gleiche. Der Kopf ist voll. Voller Ideen! Hunderte Gedanken springen umher, ständig blitzt es irgendwo auf. Schlimmer wird es, wenn man sich nicht konzentriert. Wenn man einfach nur abgelenkt lauscht. Dann verbinden sich die aufblitzenden Gedanken mit den Umgebungsgeräuschen. Dann möchte man voller Tatendrang mit allem Möglichen beginnen. Bei mir sind das meist Gedanken über Softwareprojekte die ich starten könnte, weil ich sie cool finde. Oder neue Gadgets, die ich mir mal kaufen könnte, weil man so dolle Sachen damit machen kann. In letzter Zeit auch Gedanken über tolle Geschichten, die ich gerne aufschreiben möchte. Ich kann mich sogar daran erinnern, das ich mal eine Idee für ein Buch hatte. Leider will mir die Idee nicht mehr einfallen.

Natürlich sind ein Großteil dieser Ideen bald wieder verflüchtigt. Selten habe ich irgendetwas, womit ich die Idee festhalten könnte. Obwohl in vielen dieser Gedanken sogar ein gewisses Potential vorhanden ist, ihn weiter zu entwickeln. Die flüchtigen Gedanken bauen auch schonmal Gedachtem auf. Machmal werden die Gedanken sogar kombiniert.

In den seltenen Fällen, an dem ich eine Idee festhalten kann, fühle ich mich meist Ohnmächtig, sind die Projekte doch eher groß und selten ausgereift. Die Enttäuschung ist dann richtig niederschmetternt. Es wird einem immer dann bewußt, was man zur Vollendung benötigt. Zeit… Und davon habe ich auch nicht mehr als andere! Ich wünsche mir dann einen zeitlosen, geräusch- und geruchlosen Raum, in den ich mich zurückziehen könnte.

Früher kannte ich keine Müdigkeit. Klar war ich Müde, und natürlich musste ich mich irgendwann hinlegen. Aber heute ist das irgendwie Anders. Ich glaube das Beschriebene nennt man heute "Prokrastination" (oder so Ähnlich). Ich weiß gar nicht, ob es dazu früher auch einen Begriff gab? Selbst beim Schreiben, stoßen mir ständig diese Blitze in den Kopf. Sie drängen sich auf mit wieder neuen Ideen…

  • "Ohh wie schön ist Panama" fertig stellen
  • Mehr zum Lesen kommen
  • Mehr zum Schreiben kommen
  • Ein Blog cooler und smarter mit Inhalten füllen, dabei den Inhalt in den Vordergrund stellen
  • Eine tolle Reise machen alleine und viel lieber mit der Familie
  • Wieder mehr Snowboarden, mit einem neuen Rocketboard (davon habe ich kürzlich gelesen, fand ich gut!)
  • Meine Frau glücklich machen
  • Mich selbst glücklich machen
  • Auf der Arbeit die geilen Projekte endlich beginnen und tolle Dinge schaffen
  • Privat die geilen Projekte beginnen und tolle Dinge schaffen

Das ist nur ein Auszug aus den Blitzen, die mir durch den Kopf schießen. Aktuell schreibe ich diesen Text mit dem WriteMonkey! Das ist ein Programm zum ablenkungsfreien schreiben. Schwarzer Hintergrund. Gelbe Schrift. Monospace. Links und rechts viel Black-Space. Das Programm habe ich schon eine ganze Weile auf dem Rechner. Ich habe es in der Windows 7 Taskbar und komme immer mal wieder versehentlich drauf. Nur den drive, mal etwas darin zu schreiben habe ich noch nicht gehabt. Bis jetzt…


_ Kategorie: Denken   
_ Serie: Wehret den Anfängen   
_ Lexikon: gedanken, philosophie, schreiben, Write Monkey

Kommentare

26. November 2011 - 8:30
von ben_

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